Superbia

Weltbilder

...ja, meine Damen und Herren, was habe ich Ihnen heute anzubieten...
...da wäre zunächst mal der schöne Titel „LTI – Begegnung mit dem Fettnäpfchen“... wichtig für öffentliche Personen... he he... 'tschuldigung, Personen des öffentlichen Lebens natürlich... man muss doch wissen, welche Wörter man besser vermeidet... Sprache nimmt ganz leicht Geruch an und das stinkt dann manchen... Scheißsubtext... ha ha ha ha... also ganz tolles Werk, das... und zur Zusammenfassung 'ne Liste im Anhang... die ist wichtig... den geschichtlichen Hintergrund kann man auch getrost weglassen... interessiert ja eh kaum... wer doch Interesse an Zusammenhängen hat... ja, dem empfehle ich „Es war nicht alles schlecht“... nette zweibändige Ausgabe in schwarz-weiß-rot bzw. schwarz-rot-gold, beide allerdings ohne Emblem... gab rechtliche Probleme... he he...
Was hätten wir denn noch... ja hier, wo wir doch gerade bei Recht und Gesetz sind... „Das Buch der Klagen“... praktisch ganz frisch aus der Presse... besonders interessant die Kapitel „Der Fall Jesus“ und „Klagen gegen Gott“... also, wer vorhat, sich mal mit denen ganz, ganz oben anzulegen... ha ha ha...

18.9.07 20:31, kommentieren

Prudentia

So manch Entartung ist wirklich schwer zu ertragen. Vor allem, wenn jemand den Sinn für die Vielfarbigkeit des Lebens – oder die eines Kirchenfensters – so ganz verloren hat.
Einst hat sich einer ans Kreuz schlagen lassen, der hatte auch gegen verknöcherte Lehren gekämpft. Den würde man heute wohl steinigen, der Ordnung halber. Raum in der Herberge fände sich heute jedenfalls auch nicht. Dazu braucht's nicht mal einen Kongress. Vielleicht einen Kirchentag. Und nach neun Monaten lasset die Kindlein zu mir kommen. Ihr wisst doch: Wenn ihr nicht seid wie die Kinder... Die haben allerdings eine so ganz andere Sicht auf die Kunst.

1 Kommentar 17.9.07 14:27, kommentieren

Zukunft

Was für eine Frage... Natürlich wird die Welt untergehen. Naja, vielleicht nicht gleich die ganze Welt. Aber die Erde bestimmt. Hallo... Da wohnen Menschen drauf. Menschen! Die schaffen das schon. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Und genau das bricht uns den Hals. Die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit. Nichts anderes.
Wir werden vielleicht vor Angst fast am Herzschlag sterben, wenn uns unser Gegenüber die Hand zum Gruß reichen will. Wir werden uns gegenseitig belauern, überwachen und anschwärzen. Wir werden uns voreinander und vor uns selbst verstecken, uns selbst und gegenseitig Fesseln anlegen. Wir werden humpelnd vor selbstauferlegter Einengung haarscharf an Klima-, Umwelt-, Hunger- und anderen Katastrophen vorbeischliddern und immer wieder neue Möglichkeiten der Selbstvernichtung ersinnen oder als dummen, dummen Nebeneffekt unserer glorreichen Erfindungen zur Überwindung aller Nöte und Gefahren billigend in Kauf nehmen. Aber das alles bringt uns nicht um. Wir kriegen jedes Mal grad so die Kurve. Unter einer gehörigen Zahl von Opfern, die bei solch globalen Problemen nicht auszuschließen ist, wird sich das alles regeln... lassen... müssen... Das wird schon. Da bin ich optimistisch. Daran sterben wir nicht. Nicht daran...

Wir werden jämmerlich an einem Druckfehler zugrunde gehen. An einem Fliegenschiss auf dem Ausdruck einer Excel-Tabelle. An irgendeinem Scheißkommafehler. An einem Rechenfehler in der zehnten Stelle nach dem Komma. Das wird uns umbringen. Nichts anderes.
Ein winzigkleiner Irrtum. Ein Fliegenschiss.

12.9.07 22:12, kommentieren

Glaube

Ja, hängt nur in jeden Raum das Kruzifix.
Und stoßt mit jedem Wort gegen die Liebe dem Schmerzensmann erneut die Lanze in die wunde Seite.

1 Kommentar 9.9.07 16:02, kommentieren

Paradies

Wie können es! Wir wollen es! Wir tun es!
Irgendwann tun wir es.
Wir kochen sie weich, bis sie nicht mehr wissen, was wir tun. Wir fressen Staub mit solcher Lust, dass ein jeder uns beneidet.
Das ist der Weg zurück, wir müssen ihn nur gehen. Ist das nicht Grund genug? Der Zweck, heiligte er nicht schon immer die Mittel?
Wir können es.
Lasst es uns tun.
Erst dies, dann das nächste, dann alles.
Dann sind wir IHM wahrlich gleich.
Und ich sage euch, dann vertreibt uns niemand mehr.
Wir können es. Wir können alles. Irgendwann.
Lasst uns tun, was wir können.
Lasst uns tun, was möglich ist. Was uns möglich ist. Es ist so Vieles möglich.
Nichts für Hasenherzen. So also soll es euch nicht kümmern.
Schlagt eure Zähne auch in diesen Apfel und stört euch nicht am Wurm.
Lasst uns nur machen.
Es wird alles gut.

4.9.07 21:14, kommentieren

Vergebung

Komm, ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben. Höre in dich hinein. Ich bin mir sicher: Es ist noch viel Liebe in dir. Du bist nicht verloren. Glaube nur daran, dann kannst du gerettet werden. Dir wird Gerechtigkeit widerfahren. Du bist eine arme verführte Seele. Rette dich und mit dir die, die du selbst verführt hast. Nutze deine Weisheit, den rechten Weg zu finden. Zeige den Menschen, dass du dich geirrt hast. Lehre sie jetzt Demut und Mäßigung. Sei tapfer, mein Kind. Küsse das Kreuz. Dann werde ich dem Scharfrichter das Zeichen geben und er wird die Schlinge um deinen Hals legen, bevor dich die Flammen ergreifen.

1 Kommentar 10.8.07 21:15, kommentieren

Retter



  • Fressen gegen den Hunger

  • Saufen gegen die Abholzung des Regenwaldes

  • Singen gegen den Klimawandel

  • Poppen für den Frieden

Wir haben doch so viel getan für die Rettung der Welt!

(„Man muss das doch in das Bewusstsein der Menschen rücken...“ )



1 Kommentar 20.7.07 10:15, kommentieren


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